„Für mich war das der perfekte Berufseinstieg“

Extra Kita Blog Frau Kelmetr

Als Nadezda Kelmetr ihre Ausbildung als Sozialpädagogische Assistentin abgeschlossen hatte, fiel sie erst einmal in ein richtiges Loch. Bewerbung für Bewerbung kam zurück, meist ohne Begründung. Und wenn sie doch einmal etwas mehr erfuhr, dann hörte sie, dass sie keine Berufserfahrung vorzuweisen hätte. Doch wie konnte sie diese Erfahrung sammeln, wenn keiner ihr eine Chance gab?

Dann stieß sie auf das Extra Team Kita. Nur wenige Tage später startete sie in ihren ersten Einsatz. In einer Hamburger Kita vertrat sie zunächst vorübergehend eine ausgefallene Kollegin. Das war ihr beruflicher Durchbruch. Jetzt konnte sie zeigen, was in ihr steckte. Nach nur drei Monaten entschied sie sich, direkt in ihren Einsatzbetrieb zu wechseln. Dort ist sie noch heute beschäftigt und froh über den doch noch geglückten Start ins Arbeitsleben. „Ich halte gerne den Kontakt zum Extra Team Kita aufrecht,“ sagt Nadezda Kelmetr (Bild rechts) heute, „denn für mich war das der perfekte Berufseinstieg.“

So wie ihr geht es vielen BerufseinsteigerInnen. Doch was ist der Unterschied einer Beschäftigung im Extra Team Kita gegenüber dem direkten Start in einer Einrichtung? Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Arbeitsverhältnis werden die Kolleginnen und Kollegen im Extra Team Kita in immer wieder anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendpflege eingesetzt. Ihr Arbeitsvertrag mit dem Extra Team Kita ändert sich dadurch aber nicht. Durch die unterschiedlichen Konzepte und Teams in den Einrichtungen sammelt man schnell viel wertvolle Berufserfahrung.

Alles andere als Alltag

Der Arbeitsalltag ist dabei alles andere als alltäglich. Als SpringerIn in einer Kita den geplanten Ausflug zu retten, der wegen einer erkrankten Kollegin zu scheitern drohte oder die vorübergehende Schließung einer Kita zu verhindern, weil der Personalschlüssel keine Eröffnung mehr erlaubt hätte, sind besondere und doch alltägliche Situationen.

So turbulent geht es freilich nicht immer zu. Wer möchte, kann auch langfristig in einer einzigen Einrichtung eingesetzt werden. Natürlich ist es auch im Extra Team Kita nicht immer möglich, alle Wünsche von Beschäftigten nach Arbeitszeit-, -aufgabe und -ort zu erfüllen, denn schließlich ist das oberste Ziel immer, die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen zu unterstützen. „Aber wir schaffen es schon, sehr viele stärker als andere auf die Anforderungen unserer Beschäftigten einzugehen,“ betont Tessa Dittmer (Bild links) vom Hamburger Extra Team Kita. „Für viele Beschäftigte ist das ein ganz wichtiges Argument. Wir erreichen hier ein Maß an Mitbestimmung im Arbeitsalltag, das Viele so nicht erwarten würden.“ Oft geht es hier um persönliche Vorlieben im Arbeitsalltag wie zum Beispiel die Arbeit im Elementarbereich, oder auch um die Frage, bei welchem Träger man besonders gerne oder auch gerade lieber nicht arbeiten möchte.

Doch was ist, wenn Einrichtung und MitarbeiterIn einfach nicht zu einander passen wollen? „Solche Probleme bekommen wir leicht in den Griff,“ berichtet Tessa Dittmer. „Es kann schon vorkommen, dass Beschäftigte und Einrichtungen nicht immer glücklich mit einander sind. In der nächsten Einrichtung sind dieselben Beschäftigten aber oftmals ganz schnell gar nicht mehr wegzudenken! Diese Abstimmung hinzubekommen ist ja genau unsere Aufgabe. Das nehmen wir sehr ernst!“

Trotz des Wechsels zwischen unterschiedlichen Einrichtungen bleibt der in der Regel unbefristete Arbeitsvertrag immer bestehen. Job-Tickets sowie die Kostenübernahme für Führungszeugnisse und arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen runden das Paket konstant guter Arbeitsbedingungen ab. Und gemeinsame Veranstaltungen wie Weihnachts- oder Sommerfeste sind schöne Gelegenheiten zum Austausch mit den KollegInnen.

Schulungsangebot der Extra Akademie wächst

Nicht mehr wegzudenken ist inzwischen auch das umfangreiche Angebot der Extra Akademie für pädagogische MitarbeiterInnen. Was mit ernährungswissenschaftlichen Schulungen begonnen hatte, ist heute ein breites Angebot geworden, in dem auch die Bereiche Organisation und Recht sowie (Entwicklungs-) Psychologie fest verankert sind. Vertiefende Workshops zu Themen wie „Resilienz“, „Bindung“ und „Konflikte“ gehören genauso zum Angebot der Akademie wie etwa „Diversity in der Kita“, „Sexuelle Gewalt“ oder auch „Erste Hilfe am Kind“.

Mitglied der Extra-Familie werden und bleiben

Wer nach einer Weile mit wechselnden Einsätzen im Extra Team Kita seine „perfekte“ Einrichtung gefunden hat, der wechselt wie Nadezda Kelmetr oft direkt dort hin. Oft sieht man sich aber später auch einmal wieder, deshalb ist es so schön, in Kontakt zu bleiben. Durch unsere regelmäßig erscheinenden Newsletter und das wachsende Facebook-Angebot ist es auch leichter denn je, den Kontakt zur „Extra-Familie“ aufrecht zu erhalten.

Bild: Tessa Dittmer (l.) im Gespräch mit Nadezda Kelmetr

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„Für mich war das der perfekte Berufseinstieg“

„In der Kita habe ich meine berufliche Heimat gefunden.“

Extra Team Kita - Sabine Kaestner

Sabine Kästner ist eine „Ehemalige“. Ganz häufig bleiben wir bei Extra auch mit Menschen verbunden, wenn sie den Arbeitgeber gewechselt haben. So wächst die „Familie“ und wir freuen uns, immer wieder interessante Lebensgeschichten begleiten zu dürfen. Mit Sabine Kästner sprachen wir über ihren beruflichen Neustart in der bunten Arbeitswelt der Kita.

Extra Update Kita: Frau Kästner, wir wissen, dass Sie heute in der Kita ihren Wunscharbeitsplatz gefunden haben und sind natürlich etwas stolz darauf, dass wir Ihnen helfen konnten. Aber Ihr Weg hierhin war nicht ganz gerade, oder?

Sabine Kästner: Nein, wirklich nicht. Ursprünglich bin ich ja gelernte Werkzeugmacherin. Direkt nach der Schule, damals noch in der DDR, hatte man mir diese Ausbildung angeboten. Damals wusste ich noch nicht so richtig, was ich wollte. Einige Jahre habe ich in dem Beruf aber gearbeitet, zuletzt sogar in der Qualitätskontrolle. Ergänzend habe ich dann berufsbegleitend eine zweite Ausbildung begonnen. Ich wollte Facharbeiter für Schreibtechnik werden, so nannte man das damals. Vollenden konnte ich das aber nicht mehr. Da kam die Wende dazwischen.

War die Wende für Sie persönlich auch ein beruflicher Umbruch?

Ich ging zunächst nach Berlin, arbeitete als Bäckereiverkäuferin und versuchte mit einer Qualifizierung zur Bürofachkraft mein Ziel weiter zu verfolgen. Das hat auch geklappt und ich konnte in ein Baubüro wechseln. Sicher, das war nicht uninteressant. Aber ich habe doch gemerkt, dass das nicht das Richtige für mich ist. Also bin ich wieder in den Handel zurück. Diesmal mit dem Ziel der Weiterqualifizierung in dieser mir ja schon bekannten Branche. Das Team stimmte aber nicht, so dass ich mir nach einer Weile überlegte, professionellen Rat zu suchen.

Mit wem haben Sie sich beraten?

Das war der Lernladen im Berliner Prenzlauer Berg. Das hat mir einen richtigen Kick gegeben. In der Auseinandersetzung mit meinen Wünschen, Stärken und Schwächen habe ich gemerkt, dass die Arbeit mit Kindern für mich das Richtige sein könnte. Ich habe mich dann bei ganz vielen Unternehmen beworben. Aber nur vom Extra Team Kita habe ich eine Antwort erhalten.

Das Problem war sicher die formelle Qualifikation.

Ja, richtig. Ich hatte ja noch keine Ausbildung als Erzieherin. Aber im Extra Team Kita bekam ich die Chance, sofort auch ohne formelle Qualifikation zu beginnen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich Vormittags im Extra-Büro meinen Arbeitsvertrag unterzeichnet habe und dann gleich mit dem Zug in die Krippe gefahren bin. Das war ein toller Einstieg. Aber natürlich wollte ich eine pädagogische Ausbildung nachholen.

Wie haben Sie Ihr Ziel einer Ausbildung als Erzieherin anpacken können?

Zunächst war ich erfolglos. Ich informierte mich zwar bei einer ersten Schule, die lehnte aber ab. Ich habe dann einfach einmal weiter gearbeitet und mich parallel anderweitig bei Schulen beworben. Möglich wurde die Ausbildung dann durch die Zusammenarbeit zwischen Extra und dem Träger einer Einrichtung. Ich bin für den Praxisteil direkt dorthin gewechselt und habe meinen Schulplatz organisiert.

Im Februar 2015 geht’s los mit meiner Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin. Die Ausbildung wird drei Jahre dauern, zweimal die Woche bin ich für 8 Stunden in der Schule. Das wird nicht ohne.

Wir drücken die Daumen, dass das gut klappt. Wie sehen Sie auf Ihre Zeit im Extra Team Kita zurück? Das waren immerhin zwei Jahre.

Bei Extra konnte ich ganz schnell und ohne lange Wartezeiten einsteigen. Da konnte ich mich beweisen. Ohne diese Chance hätte ich wohl kaum meinen Einstieg in die Kita finden können. Auch die Einrichtung, bei der ich jetzt die Ausbildung beginne, stellt eigentlich grundsätzlich nur Personen mit Berufserfahrung ein. Die Begleitung von Extra war deshalb wichtig. Inzwischen ist mir klar geworden, dass mein Weg eine Ausnahme ist. Nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen Extra und einer engagierten Kita-Leitung hat das so klappen können.

Sehr hilfreich waren übrigens die Fortbildungen der Extra Akademie. Die Themen „Resilienzfaktoren“ und „Ernährung“ fand ich besonders interessant. Die Inhalte konnte ich immer gleich in den Kita-Alltag einbringen.

Sie haben uns erlaubt, Ihr Alter zu verraten. 2015 werden Sie 50 Jahre alt. War es nicht schwer, sich noch einmal ganz neu zu orientieren?

Natürlich ist das nicht ganz einfach. Aber ich habe das Gefühl, jetzt endlich eine berufliche Heimat gefunden zu haben. Die Kinder geben einem sofort zurück, was man ihnen gibt. Das ist einfach nur schön.

Vielen Dank und alles Gute für Ihre Ausbildung.

Bild: Sabine Kästner

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„In der Kita habe ich meine berufliche Heimat gefunden.“